• Fensterbau
  • Dachstuhl mit sichtbaren Biberschwanzziegeln

Historie Kreuztrotte

Ein Trottengebäude ist beim Wirtshaus Kreuz schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts bezeugt. So wird im ersten Brandkataster von 1811 nebst dem Gasthaus und diversen anderen Ökonomiegebäuden auch eine „Trotte, Wasch- und Brennhütte, noch fast neu, gut gebaut, mit Ziegeln gedeckt“ aufgeführt.

Am 20. Oktober 1854 brannte die .„Kreuztrotte.“ vollständig nieder und wurde vermutlich an gleicher Stelle wieder aufgebaut. Das heutige Gebäude dürfte demnach aus der Zeit um 1855 stammen. In den Brandkatastern von 1872, 1896 und 1923 wird sie jeweils als „Trotte und Käshütte“ aufgeführt.

Das nach dem Brand von 1854 neu erstellte Trotten- und Käsereigebäude hat seine äussere Form und die innere Raumstruktur trotz diverser baulicher Eingriffe zu einem guten Teil bewahrt. Es steht als wichtiger landwirtschaftlicher Zeuge, der die grosse Bedeutung des Obstbaus hervorhebt.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass sich das Gebäude insgesamt in einem guten Zustand befindet. Infolge der Unterhaltsvernachlässigung präsentiert sich das Haus heute etwas heruntergekommen, weist jedoch weder statische Probleme noch Feuchtigkeitsschäden auf.  Die Ergebnisse verschiedener Studien zeigen, dass ein zeitgemässer Umbau unter Erhalt eines grossen Anteils der historischen Substanz durchaus möglich ist.

Quelle
BFH, MAS Denkmalpflege und Umnutzung

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